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Leider ist diese Karikatur keine Übertreibung. Tatsächlich hat ein indischer Politiker, der Minister für das Gemeinwohl von Minderheiten, ein Kopfgeld von 11 Millionen US-Dollar (9,6 Mio Euro) auf die dänischen Karikaturisten ausgesetzt. Auszuzahlen an denjenigen, der die Zeichner umbringt, egal welcher Nationalität der Auftragskiller sei. Von Konsequenzen einer solchen Fatwa - ausgesprochen von einem Mann, der ein öffentliches Amt bekleidet - stand dann aber nichts mehr in den Zeitungen. In der indischen Politik darf so etwas anscheinend sein und die Mehrheit der Menschen demonstriert lieber gegen Karikaturen als gegen Auftragsmord.
Auch aus Pakistan wurde eine so genannte Fatwa gegen die dänischen Cartoonisten verhängt. Eine Million Dollar versprach die pakistanische Vereinigung der Goldschmiede den Mördern der Karikaturisten. Die armen Karikaturisten - unbescholtene dänische Bürger – ihr Leben hat sich wirklich verändert. Aber auch das Leben anderer Künstler, die sich nicht mehr trauen, ihre Meinung zu sagen. Gerade vor einer Woche zog eine Künstlerin ihre Skulptur von der Düsseldorfer Werkschau zurück. Sie hatte eine Moschee dargestellt, deren Minarette aus Atomraketen bestanden. Nach massiven Morddrohungen deutscher Muslime verzichtete sie auf die Ausstellung ihres Werkes.
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